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Was ist PRP?

Die Abkürzung PRP steht für Plättchen reiches Plasma. Ein anderer häufig verwendeter Name, der gleichen Methode, ist die ACP®-Therapie. Bei dieser relativ modernen Behandlungsmethode, wird dem Patienten Blut abgenommen und anschließend mit einer Zentrifuge aufbereitet. Die darin enthaltenen körpereigenen Zellen und Bestandteile (z.B. Wachstumsfaktoren) werden, ohne Zugabe von anderen Substanzen, direkt an den Ort der Verletzung, oder Erkrankung gespritzt. Dort können die Regeneration und Heilung beschleunigt einsetzen.

Wirkung

Im Blut sind neben roten und weißen Blutzellen auch Thrombozyten (Blutplättchen) und Proteine enthalten. Sowohl Thrombozyten, als auch im Blutplasma gelöste Proteine (Wachstumsfaktoren), spielen eine sehr wichtige Rolle, in der Regeneration und Heilung von Körpergewebe.

Thrombozyten enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Wachstumsfaktoren und Botenstoffe, denen verschiedene regenerative oder auch entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Durch Aktivierung des gewonnen Plättchenkonzentrats, z.B. mit Hilfe von Thrombin oder Calciumchlorid, können im behandelten Gelenk bis zu 800 bisher bekannte Botenstoffe und Proteine freigesetzt werden

In Untersuchungen konnte aber gezeigt werden, dass die Zahl der Thrombozyten und Wachstumsfaktoren in einer Spritze um das 3-6-fache erhöht ist und dadurch die Heilung und Neubildung von Zellen beschleunigt.

Bei welchen Erkrankungen wird PRP eingesetzt?

hIn der Orthopädie und Sportmedizin ist die Therapie mit Eigenblut in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gekommen. Anwendungsbereiche findet die PRP-Therapie sowohl bei akuten, als auch chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Akute

  • Muskelverletzungen,
  • Bandverletzungen am Sprunggelenk,
  • oder Knie (Kreuzband, Innenband),
  • aber auch Sehnenverletzungen aller Art in das Anwendungsgebiet.

Bei chronischen Erkrankungen kann PRP ebenfalls eingesetzt werden. Ein Indikation ist die

  • Gonarthrose

Hierbei wurden bereits gute Ergebnisse für die PRP Therapie für die symptomatische Behandlung einer Kniearthrose beschrieben. Auch andere, von

  • Arthrose 

betroffene Gelenke, sollen in einem frühen, bis mittleren Stadium davon profitieren. Besonders gute Behandlungsergebnisse zeigen sich in der PRP-Therapie des

  • Tennisellbogens (Epicondylitis lateralis humeri).

Bei chronische Sehnenleiden im Schultergürtelbereich oder der

  • Achillessehne 

kann eine PRP-Therapie eine heilungsfördernde Wirkung haben.

Behandlungsablauf

Dem Patienten werden zunächst an einer Armvene etwa 10-15ml Blut mit einem speziellen Spritzensystem entnommen. Im zweiten Schritt, wird das Blut kurz in einer Zentrifuge in seine verschiedenen Bestandteile aufgetrennt und im letzten Schritt, ein Plasma-Überstand von etwa 2ml in das entsprechende Gebiet gespritzt. Im Gesamten dauert eine solcher Ablauf nicht länger als 30min. Der behandelnde Arzt muss dabei sehr genau auf eine sachgemäße Desinfektion und Hygiene achten, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Durch die speziellen Blutentnahme-Systeme, ist eine hohe Sicherheit gegenüber einer Blutkontamination gewährleistet.

Die Behandlung ist damit sehr risikoarm und durch die Eigenblutinjektion, nebenwirkungsarm.

Es können, in den Tagen nach einer PRP Therapie, vermehrt Schmerzen auftreten, die aber wieder abklingen. Es wird zudem empfohlen, die behandelte Struktur (Muskel, Sehne, Gelenk) noch für etwa 1-2 Monate zu schonen, bis die volle Wirkung entfaltet ist. Die, zu erwartende Symptombesserung, sollte dann, etwa 6-12 Monate bei chronischen Beschwerden anhalten.

In der Regel wird dieser Vorgang 3-4-mal in wöchentlichen Abständen wiederholt. 

Kosten der PRP-Therapie

Die PRP-Therapie ist keine Leistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Sie ist daher eine private Zusatzleistung. Privat Versicherte müssen dies, vor der Behandlung abklären, ob eine Kostenübernahme stattfindet. Die Kosten variieren je nach Arzt, Region und Klinik pro Injektion.

Berufsausübungsgemeinschaft

Dr. med. Gerhard Link
Dr. med. Oliver Sotke
Dr. med. Eberhard Wetzel
Dr. med. Armond Ghazari

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